Projekte in 2019

 

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Stand: 01.07.2019

Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist.
Die Erfassung, Erhaltung und Erneuerung von heimatlichem Kulturgut ist sehr zeitintensiv, deshalb sind für das laufende Jahr keine größeren Vorhaben geplant.
Die angefangen Projekte sind längst nicht abgeschlossen und werden ständig ergänzt und erweitert.
 

Aktuelles Projekt

 

Was hat Opa eigentlich im Krieg gemacht?

Die Gespräche zwischen der Kriegsgeneration und ihren Kindern und Enkeln über persönliche Erlebnisse des 2. Weltkriegs ist bzw. war oft schwierig. In den Familien wurde über die "Kriegserlebnisse" nicht gesprochen und nichts niedergeschrieben.
Heute, fast 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Geschichte der eigenen Familie zum Thema. Wenn Zeitzeugen nicht mehr leben, bleiben oft nur persönliche Fotos, Dokumente und überlieferte Erzählungen, um sich den Ereignissen vor über sieben Jahrzehnten zu nähern.
Gefundene Bilder eines Kriegsgefangenen waren der Anstoß über die Recherche.
Die Recherche beim Bundesarchiv, früher - ehemalige deutsche Dienststelle (WAST) förderte Neues über die eigene Familiengeschichte zutage.
Benutzerinnen und Benutzer dieser Quelle fragen häufig nach „Schicksal" und „Funktion" eines Angehörigen in der Wehrmacht oder Waffen-SS, nach dem Einsatzort, nach den Umständen von Tod und Gefangenschaft, eventuell auch nach der Beteiligung an Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nach Jahrzehnten des Schweigens und Verdrängens werden Antworten gesucht.

Wo war der eigene Vater oder Großvater als Soldat im Krieg eingesetzt?

   
Was die Personalakte eines Kriegsgefangenen, meines Großvater Alfons Biber erzählen.
   

 

Mein Großvater wurde als 13. Kind, im Juli 1904 in Möhren geboren. Nach dem Tod seiner Eltern 1933/34 heirate er im August 1934 Walburga Mederle. Aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor, alle wurden vor Kriegsausbruch geboren.
  Bereits 3 Wochen nach Kriegsbeginn, im September 1939 wurde der selbstständige Bäckermeister Alfons zur Bäckerkompanie beordert.

   
   

   
    Am Freitag, 27. April 1945, kurz vor Kriegsende kam er bei Oberammergau / Garmisch in (amerikanische) Kriegsgefangenschaft.
 
 

Der Ernst der Lage veranlasste die belgische Regierung, die Frage des Einsatzes deutscher Kriegsgefangener in den Bergwerken zu prüfen. Da Belgien keine Kriegsgefangenen in eigenem Gewahrsam hatte, konnte es sie nur von britischer oder amerikanischer Seite erhalten. Wegen des Arbeitskräftebedarfs kamen  30.000 Kriegsgefangene nach Belgien, so auch mein Großvater.

   
 

    Die Geschichte geht weiter.................
 

Wer hat Dokumente, Bilder, Sterbebilder etc. über das Dorf Möhren und würde diese leihweise zur Verfügung stellen?