Das Sammeln von Schnupftabakdosen

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Jeder Mensch sammelt wohl irgendwas.
  Sammeln bildet.
Wer sich ernsthaft mit einem Sammelgebiet befasst, muss informiert sein. Da reicht häufig auch nicht nur das Wissen über das Sammelgebiet direkt aus, sondern der Sammler muss auch über das kulturelle, geschichtliche, geographische, technische, wissenschaftliche und evt. sogar auch soziologische Umfeld seines Sammelgebietes Bescheid wissen. 
  Sammeln wegen der Ästhetik - also der Schönheit der Sammelobjekte
  Nicht alle, aber viele Sammelobjekte sind einfach schön oder zumindest interessant.
 

Eine "Schnupftabakdose ist ein von Silber, Elfenbein, Schildkröte, Stahl, Horn,  oder kostbaren Holze auf allerhand Art und Form formiertes und ausgearbeitetes Behältniß, worinnen man den Schnupf-Taback bey sich zu tragen pfleget."  
Quelle: Zedler verlegte Universal-Lexicon 1800
     
    Warum sammelt man Schnupftabakgefäße?
    Zwei wichtige Punkte sind, dass der potentielle Besitzer einerseits von den kunsthandwerklichen Qualitäten oder andererseits von der Verbindung zu einer verklärten Vergangenheit fasziniert wird.
    Alle Schnupftabakgefäße sind verschieden und doch sind sie ähnlich, die Handhabung prägen das äußere Erscheinungsbild.
    Die Gründe warum in verschiedenen Orten, in verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Schnupftabakbehälter kultiviert wurden, sind sehr vielseitig.
    Wo Glas vorhanden war, hat man es, wie in Bayern für diesen Zweck genutzt. In anderen Gegenden hat man notgedrungen zu anderen Materialien, wie Holz, Horn, Zinn, etc. gegriffen, die dann aber auch andere Formen besaßen.
    Die Tabakdose war etwas ganz persönliches. Sie war Bestandteil der Ausstattung und Kleidung. Die Aussage "zeige nur Deine Tabatière und ich sage Dir, wer Du bist" war keinesfalls scherzhaft gemeint.
     
   

    Die Sammlung besteht z.Z. aus über 150 handwerkliche Exponaten.
    Für das Sammeln von Schnupftabakdosen gibt es fast keine Fachliteratur, bestenfalls nur leicht angeschnitten.
    Durch den Informationsaustausch mit anderen Sammlern sollte das Wissen über die Herkunft, Herstellung und Gebrauch erweitert werden.